Wann darf und sollte man eine Hecke schneiden?
Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend für eine dichte, gesunde Hecke. Gleichzeitig müssen beim Heckenschnitt gesetzliche Vorgaben und mögliche Brutplätze beachtet werden.
Hecken schneiden – aber nicht zu jeder Zeit.
Regelmäßiges Schneiden sorgt dafür, dass eine Hecke ihre gewünschte Form behält, dicht wächst und nicht zunehmend verkahlt. Dabei wird zwischen einem schonenden Pflegeschnitt und einem stärkeren Rückschnitt unterschieden.
Welcher Schnitt sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Heckenart, dem aktuellen Wachstum, dem Zustand der Pflanzen und der Jahreszeit ab. Vor Beginn der Arbeiten sollte die Hecke außerdem immer sorgfältig auf bewohnte Vogelnester und andere Tiere kontrolliert werden.
Der Unterschied liegt im Umfang der Arbeiten.
Schonender Pflegeschnitt
Beim Pflegeschnitt wird hauptsächlich der neue Austrieb gekürzt. Die bestehende Form und Grundstruktur der Hecke bleiben dabei erhalten.
- Entfernung des aktuellen Zuwachses
- Korrektur einzelner überstehender Triebe
- Erhalt einer gleichmäßigen Heckenform
- Förderung eines dichten und gepflegten Wachstums
Stärkerer Rückschnitt
Bei einem stärkeren Rückschnitt wird deutlich tiefer in das ältere Holz geschnitten. Auch das Kürzen größerer Bereiche oder das Zurücksetzen einer stark ausgewachsenen Hecke gehört dazu.
- Deutliche Verringerung von Höhe oder Breite
- Entfernung stärkerer und älterer Äste
- Verjüngung ungepflegter Hecken
- Wiederherstellung einer klaren Grundform
Was ist zwischen März und September erlaubt?
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz dürfen Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze vom 1. März bis zum 30. September grundsätzlich nicht abgeschnitten, auf den Stock gesetzt oder beseitigt werden.
In diesem Zeitraum sind lediglich schonende Form- und Pflegeschnitte erlaubt. Dabei darf nur der aktuelle Zuwachs entfernt beziehungsweise die Gesundheit der Pflanzen erhalten werden.
Wichtig vor jedem Schnitt
- Hecke sorgfältig auf Vogelnester kontrollieren
- Auf brütende Vögel und andere Tiere achten
- Bewohnte Bereiche nicht schneiden oder stören
- Örtliche Schutzvorschriften berücksichtigen
- Bei Unsicherheit den Schnitt verschieben
Der Schutz wild lebender Tiere gilt unabhängig davon, ob es sich um einen leichten Pflege- oder einen stärkeren Rückschnitt handelt.
Wann sollte eine Hecke geschnitten werden?
Stärkerer Rückschnitt
Umfangreiche Rückschnitte sollten in der Regel zwischen Oktober und Ende Februar durchgeführt werden. Geeignet ist ein frostfreier und möglichst trockener Tag.
Ein Schnitt im späten Winter kann die Hecke auf den neuen Austrieb vorbereiten. Der genaue Zeitpunkt sollte jedoch immer zur jeweiligen Pflanzenart passen.
Pflegeschnitt im Sommer
Ein leichter Pflegeschnitt kann bei vielen Hecken während der Wachstumszeit sinnvoll sein. Häufig eignet sich dafür ein Zeitpunkt nach dem ersten starken Frühjahrsaustrieb.
Auch hierbei gilt: Die Hecke muss vor Beginn der Arbeiten vollständig auf Nester und Tiere kontrolliert werden.
Was sollte vor dem Heckenschnitt geprüft werden?
01 · Hecke kontrollieren
Vor Arbeitsbeginn werden beide Seiten sowie der obere Bereich der Hecke auf Nester und Tiere überprüft.
02 · Schnittziel festlegen
Höhe, Breite und gewünschte Form sollten vor dem ersten Schnitt eindeutig feststehen.
03 · Wetter beachten
Starke Hitze, intensive Sonneneinstrahlung, Frost und dauerhaft nasses Wetter sind für viele Schnittarbeiten ungeeignet.
04 · Schnittgut einplanen
Auch die Aufnahme und fachgerechte Entsorgung des anfallenden Schnittguts sollte berücksichtigt werden.
Ein guter Heckenschnitt braucht den richtigen Zeitpunkt.
Leichte Pflegeschnitte halten die Hecke während der Wachstumszeit in Form. Stärkere Rückschnitte gehören dagegen in die Zeit von Oktober bis Ende Februar. Vor jeder Arbeit steht die sorgfältige Kontrolle auf Nester und Tiere.
